Gestern haben wir gleichzeitig das erste Gemüse im Freiland gepflanzt und bereits Zwiebeln gesät, zwischenzeitlich waren fünf Leute und vier Trecker (wenn man den kleinen Einachsschlepper
mitzählt ;) ) im Einsatz.
Die einzelnen Gemüsesätze werden (mit einigen Tagen Puffer um auf die Witterung zu reagieren) nach Kalender gepflanzt. Denn sie brauchen durchschnittlich eine gewisse Zeit bis sie geerntet
werden können und der Laden will durchgängig versorgt werden. Gestern konnte die erste Freilandpflanzung termingerecht und unter ungewöhnlich guten Bedingungen stattfinden. So ist die
Anschlussversorgung nach dem ersten Satz im Gewächshaus (wir berichteten) gesichert. :)
Der ungewöhnlich trocken-warme Märzbeginn hat nicht nur beim Gemüsepflanzen für gute Bedingungen gesorgt, sondern auch eine sehr frühe Zwiebelsaat ermöglicht. Die Zwiebelkörner sind winzig
klein und haben entsprechend nicht viel Kraft. Daher müssen sie sehr präzise platziert werden, damit zwar Keimwasser zur Verfügung steht, aber der Weg bis an die Bodenoberfläche auch nicht zu
weit ist. Deswegen muss das Saatbett für Zwiebeln sehr fein und eben gearbeitet werden und dafür muss der Boden aureichend abgetrocknet sein. Tendenziell gilt bei fast allen Kulturen: Je
früher die Saat, desto höher ist der Ertrag (da mehr Vegetationszeit zur Verfügung steht). Das gilt bei Zwiebeln besonders, da bei Ihnen der Wechsel von der vegetativen zur generativen Phase
nur über die Tageslänge gesteuert wird. D.h. je früher man sie sät, desto mehr Zeit steht der Zwiebel für das vegetative Wachstum zur Verfügung, bis die entsprechende Tageslänge erreicht ist
und sie in die Zwiebelbildung übergeht und umso mehr Kraft hat sie dann für selbige. Bis zur Ernte kann natürlich noch viel passieren, aber mit einer frühen Saat unter guten Bedingungen ist
schonmal der Grundstock gelegt. :)








